Montag, 17. September 2012

#4

Inzwischen bin ich an diesem Punkt angekommen, wo ich denke, dass es gut ist, wie es ist. Es ist eine kleine Mauer zwischen uns, über die wir dennoch ab und zu rüberblicken, nur um uns zu vergewissern, dass der andere noch da ist. Doch hauptsächlich schützt sie uns vor unüberlegten Taten, die uns nur weiter ins Pech stürzen würden. Und auch, wenn ich dich und unsere Zeiten manchmal vermiss, ist es gut so. Denn es gibt kein gemeinsames Ziel, jeder geht seinen eigenen Weg. So soll es anscheinend sein. Und wenn nicht, dann finden wir schon wieder zu einander. Denn vielleicht sind wir auch dazu bestimmt, uns in zwei oder drei Jahren im Café weit weg von hier auf ein Stück unseres Lieblingskuchens zu treffen. Wir würden uns unterhalten, über's hier und jetzt und über längst vergangene Momente. Wir würden lachen und ich würde dich fragen, wie es dir geht, was aus dir geworden ist und was von der Person übrig blieb, in die ich mich einst so verliebte. Es mag sein, dass heutiger Ort und Zeit einfach nicht zu uns passen. Vielleicht haben wir unsere großen Augenblicke noch vor uns, wer weiß das schon. Und wenn du irgendwann vorhaben solltest, mich nochmal ernsthaft zu glücklich zu machen, lass es mich wissen. Doch jetzt werde ich nicht länger warten, weder auf dich, noch auf sonst jemanden. Ich werde noch heute mein Glück selbst in die Hand nehmen, denn ich bin es leid immer nur zuzusehen. Und falls unsers einmal zurückkommen sollte, werde ich es fest an mich drücken und nie mehr los lassen.

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